Heimische Superfoods

Wildkräuter sind Geschenke der Natur für unsere Gesundheit die wir jetzt wieder entdecken dürfen.

Hier stellen wir regelmäßig die saisonale Wildkräutersammelliste von Dr. Markus Strauß zur Verfügung, der u.a. mit „essbaren Wildparks“ eine wertvolle Arbeit leistet. Auch einige lesenswerte Bücher und anschauenswerte Filmchen hat er herausgebracht:

Alle Informationen hier: http://www.ewilpa.net/

Die „wilde“ Sammelliste mit den aktuell essbaren Wildpflanzen in der freien Natur*

 

⇒ Die passenden Rezepte gibt es jahreszeitenentsprechend immer hier.

⇒ Die ersten Frühjahrspflanzen sind je nach Lage einfach etwas später dran als sonst …

 

icon brennnessel

♦ BACHBUNGE
(Veronica beccabunga)
Blätter und neue Triebspitzen kommen als Zutat in den Mischsalat oder werden als Aufstrich oder Dip weiterverarbeitet.

Bachbunge

(c) Birgit Matz


♦ BÄRLAUCH

(Allium Ursinum)
Der Klassiker der Wildpflanzenküche hat nun Hochsaison! Die Blätter sind jetzt in allerbester Qualität verfügbar und werden roh als Zutat in Kräuterquark, Dips und Salaten genossen, zur Herstellung von Pesto geschätzt und geben Suppen und Gemüsegerichten sowie Pfannkuchen und Gebäck das unverwechselbare Aroma. Wer jetzt in der frühen Phase der Bärlauchsaison sammelt, muss keine Verwechslungsgefahr mit den giftigen Blättern des Maiglöckchens fürchten, da dieses noch nicht aus dem Winterschlaf erwacht ist. Momentan ist die Verwechslungsgefahr mit den Blättern des Aronstabes und der Herbstzeitlose am größten. Diese sehen aber zum Glück anders aus:
Aronstab: Netznervatur auf dem Blatt und keine parallel verlaufenden Blattnerven wie beim Bärlauch.
Herbstzeitlose: Kleine, dicht zu einer Art Kelch zusammenstehenden Blätter, aus deren Mitte heraus sich die Samenkapsel entwickelt.
Bärlauch dagegen wächst in lockeren, unregelmäßigeren Blattbüscheln.

bärlauch

(c) Birgit Matz


♦ BEHAARTES SCHAUMKRAUT

(Cardamine hirsuta)
Die Blattrosetten am Waldboden setzen sich aus zart gefiederten, länglichen Blättern zusammen. Diese schmecken herrlich, kressig-scharf, da sie, wie die gezüchtete Art auch, Senföle enthalten. Als Salat-Zugabe, essbare Dekoration und im Kräuterquark eine echte Frühlings-Delikatesse. Die scharfen Senföle schmecken nicht nur gut, sondern regen auch den Stoffwechsel an und fördern damit die Entgiftung.

Behaartes Schaumkraut

(c) Birgit Matz

♦ BRENNNESSEL
(Urtica)
Die ersten Triebspitzen der Brennnesseln sind noch relativ klein, daher als Zutat im grünen Smoothie verwenden, der erste „Spinat“ ist jetzt durchaus schon möglich!

brennnessel

(c) Birgit Matz


♦ BRUNNENKRESSE

(Nasturtium officinale)
Die neuen Blätter und Triebspitzen sind noch jung und klein. Die zarten Blätter und Triebspitzen schmecken im Salat, Kräuterquark oder aufs Brot.

Brunnenkresse

(c) Birgit Matz

 

♦ GÄNSEBLÜMCHEN
(Bellis perennis)
Hier können wir nun die allerersten, nussig schmeckenden Blüten als essbare Dekoration gesammelt werden.

gänseblümchen

(c) Birgit Matz

 

♦ GIERSCH
(Aegopodium podagraria)
Die ersten, kleinen, nur ca. 2 bis 3 cm langen Blättchen haben sich entfaltet. Sie schmecken nun einzigartig zart und würzig nach Sellerie und Petersilie. Als Beimischung im Salat sowie als essbare Dekoration sind sie ein Genuss! Besonders ist der Basensaft zu empfehlen.

giersch jung 2

(c) Birgit Matz

 

♦ GUNDERMANN
(Glechoma hederacea)
Triebe mit Blättchen sind eine aromatische Gewürzzutat in Saucen, Dips und Salaten und schmecken als Zutat im Wildkräuter-Wasser. Ähnlich der Goldnessel überwintert diese immergrüne Pflanze auch mit ihren Ranken, welche sich schnell wieder neu bewurzeln und ganze Teppichpolster bilden können. Die dunkelgrünen Blätter können den ganzen Winter hindurch gesammelt werden. Der relativ hohe Anteil an ätherischen Ölen und Bitterstoffen macht sie in kleinen Mengen zu einer idealen Zugabe zu Smoothies oder Gewürzkraut an Salaten. Pur und als alleinige Zutat schmecken diese jedoch zu intensiv.

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(c) Pixabay

 

♦ HIRTENTÄSCHEL, Gewöhnliches
(Capsella bursa-pastoris)
Die Altpflanzen des Hirtentäschels treiben nun aus den Blattachseln und aus der bodenständigen Blattrosette heraus neue Triebe. Diese schmecken würzig-scharf und machen sich sehr gut in einem Dip, als Salatzugabe oder als essbare Dekoration.

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(c) Wikimedia.com

 

♦ HUFLATTICH
(Tussilago farfara)
Die puschelig-weichen, leuchtend gelben Blüten des Huflattichs sind jedes Jahr aufs Neue zuverlässige Frühlingsboten! Die Blätter werden erst viel später erscheinen. Getrocknete Huflattichblüten werden seit alters her als Tee gegen Reizhusten verwendet. Der hohe Gehalt an Schleimstoffen macht die Wirkung aus.

huflattich

(c) Birgit Matz


♦ JOHANNISBEERE, SCHWARZE
(Ribes nigrum)
Knospen als Aroma-Zusatz für Tees können jetzt gesammelt und dann gedörrt werden.


♦ KLEINE TAUBNESSEL

(Lamium purpureum)
Man findet das violette Blümchen oft als Begleitkraut in winterlichen Feldsalatbeeten oder Rabatten. Die Triebspitzen der kleinen Taubnessel sind meist violett-grünlich gefärbt.Nicht jeder mag den erdigen Geschmack, daher ist sie ideal als Zugabe im Salat, aber nicht als Hauptzutat.

pupurtaubnessel klein

(c) Birgit Matz


♦ KNOBLAUCHSRAUKE

(Alliaria petiolata)
Die runden und zarten, aromatischen Blätter sind einzeln gestielt und zeichnen sich durch den charakteristischen, gewellten Blattrand aus. Man findet sie jetzt in der Laubstreu an lichten Stellen oder am Rand von Laub- und Mischwäldern. Sie schmecken als Bereicherung im Salat, und wer viel davon findet, kann zusammen mit Walnüssen, Knoblauch, Salz und Pfeffer sowie Olivenöl ein köstliches Pesto oder zusammen mit Frischkäse ein Aufstrich daraus zubereiten.

knoblauchsrauke

(c) Birgit Matz


♦ LABKRAUT (WIESEN-)

(Galium mollugo)
Die Pflanze wächst als mehrjährige Staude und überwintert mit kurzen dunkelgrünen Trieben, an welchen die quirlständigen Blättchen dichtgedrängt stehen. Man erntet nun neue Triebspitzen und verwendet diese als Zutat im Salat, als essbare Dekoration oder im Smoothie.

labkraut

(c) Birgit Matz

wiesenlabkraut quirl

(c) Birgit Matz


♦ LÖWENZAHN
(Taraxacum)
Die Löwenzahnpflanzen beginnen nun im Herzen der Blattrosetten neue Blätter zu bilden. Man sticht mit einem alten Küchenmesser ganze Blattrosetten aus, entfernt die unteren, alten Blätter rundherum gleich auf der Wiese und bringt die frisch-grünen Herzen der Blattrosetten in die Küche, um sie unter reichlich fließendem Wasser gründlich zu reinigen. In einzelne Blättchen gezupft, sind diese herrlich, gesunde Zutaten im Salat, an Pasta oder als essbare Deko. Wer schon viel davon gefunden hat, kann auch schon ein erstes Pesto daraus zubereiten. Die Bitterstoffe regen hervorragend die Entgiftung an!

löwenzahn

(c) Birgit Matz


♦ PERSISCHER EHRENPREIS
(Veronica persica)
In der Nachbarschaft der Vogelmiere ist auf humosen Gartenbeeten, dem Kompost oder am Wegrand der Persische Ehrenpreis mit seinen leuchtend hellblauen Blütchen meist nicht weit weg. Auch hier kann man nun die Triebspitzen ernten und als Salatzutat genießen.

persischer ehrenpreis

(c) Birgit Matz


♦ SCHAFGARBE (WIESEN-)

(Achillea millefolium)
Ihre wertvollen Bitterstoffe regen die Entgiftung an! Die Blätter als Zugabe in den Mischsalat. Sie überwintert mit zarten, dunkelgrünen Blättern, welche dank ihrer schmalen und länglichen Form sowie der Feingliedrigkeit auch als “Augenbrauen” bezeichnet werden. Die Schafgarbe ist eine altbewährte Heilpflanze und wird zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden und zur allgemeinen Kräftigung eingesetzt. Die Wirkung ist wohl auf ihren Gehalt an Gerb- und Bitterstoffen sowie weiteren sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden, Vitaminen und Mineralien zurückzuführen. Zarte Schafgarbenblätter sind eine köstliche Bereicherung im Salat sowie eine wertvolle Zutat im Grünen Smoothie.

schafgarbe

(c) Birgit Matz


♦ SCHARBOCKSKRAUT
(Ranunculus ficaria L.)
Die ersten Blättchen des Scharbockskrautes (sie sind rundlich, ganzrandig, fleischig, froschgrün) erscheinen vor allem im feuchten Waldboden unter Laubbäumen. Manchmal muss man erst das alte Laub wegnehmen, bevor man die jungen Triebe entdeckt. Diese enthalten reichlich Vitamin C und eignen sich bestens als Zugabe im Salat oder im grünen Smoothie. Hinweis: Sobald sich die gelben Blüten zeigen, sollten wir die Pflanzen nicht mehr beernten, da dann die Konzentration an giftigen Alkaloiden zunimmt.

Scharbockskraut

(c) Birgit Matz

 

♦ SPITZWEGERICH
(Plantago lanceolata)
Junge Blätter kommen in den Salat oder in den Smoothie; auch getrocknet als Hustentee (zum Trocknen und als Vorrat).

spitzwegerich

(c) Birgit Matz


♦ VOGELMIERE

(Stellaria media)
Die Vogelmiere war schon den ganzen Winter über ein treuer Begleiter und treibt nun schon wieder neue, saftige Triebe aus. Diese schmecken wunderbar mild nach Erbsen und ergeben einen schmackhaften Salat oder kommen in den Grünen Smoothie. Kleingeschnitten schmecken sie im Kräuterquark oder als deftiger Brotaufstrich. Als Zutat in die Gemüsesuppe oder wie Spinat gekocht. Eine Handvoll frischer Triebspitzen als Teeaufguss regt die Nieren an.

Vogelmiere

(c) Birgit Matz

 

♦ WIESEN-SCHAUMKRAUT
(Cardamine pratensis)
Hier werden die knackig-frischen, aufstrebenden Triebe gesammelt, die sich auf ihre baldige, blassviolette Blüte vorbereiten und nun scharf-würzig schmecken.

wiesenschaumkraut

(c) Birgit Matz

 

VON DEN BÄUMEN

 

♦ BIRKE
(Betula pendula/Betula pubescens)
Jetzt beginnt die Saison für Birkenwasser! Die beste Zeit ist ab März (nach dem Frost) bis in den April hinein. Das süßlich schmeckende, mineralreiche und belebend wirkende Baumwasser fließt nun reichlich in deren Leitungsbahnen. Statt die Stämme anzuzapfen, kann man auch einfach einen eher waagerecht wachsenden, fingerdicken Zweig mit einer Gartenschere abschneiden, eine Flasche über den Stumpf stülpen und sich diese über Nacht vom Baum befüllen lassen. Dieses Verfahren ist für die Birke weitaus schonender als das Anbohren der Stämme. Der abgeschnittene Zweig kommt zusammen mit Kirschzweigen in einen Vorfrühlingsstrauß. So ist alles sinnvoll verwertet und mit Respekt und Achtung behandelt.

Vertiefendes zum Birkenwasser finden Sie auch in dem Buch „Die Wald-Apotheke“.

Birkenrinde

(c) Birgit Matz

♦ LINDENKNOSPEN (Sommerlinde)
(Tilia Platyphyllos)
Die Knospen der Linden munden als Zutat in Salaten wunderbar, einfach einmal einen Esslöffel voll über den Salat streuen. Die Schleimstoffe wirken besonders gut im Hals.

sommerlinde

(c) Birgit Matz

♦ EICHE
Jetzt ist die ideale Zeit, um Eichenrinde von jungen (bis etwa 5 Jahre alte Triebe) zu ernten. Diese Rinde steckt voller Gerbstoffe, welche man bei diversen Hautleiden für heilende Bäder nutzen kann. Achtung: Nicht zum Verzehr geeignet!

Vertiefendes zum Eichrindensud finden Sie auch in dem Buch „Die Wald-Apotheke“.

Eiche

(c) Birgit Matz

 

♦ SPITZAHORN
(Acer platanoides)
In Kürze erscheinen die jungen Blütendolden. Diese schmecken süßlich und werden als Beimischung im Salat und zur Dekoration verwendet.

Spitzahorn

(c) Pixabay

 

* Stand: 28. März 2018

Von Region zu Region unterscheidet sich „natürlicherweise“ die Auswahl.

Eine Auswahl passender Rezepte gibt es kontinuierlich hier.

 

 

Im Hofladen erhältlich:

Weizengras-Saatgut zum keimen. Für Grüne Smoothies, Basen-Drinks. Glutenfrei, entsäuernd.
60x mehr Vitamin C als Orangen
50x mehr Vitamin E als Spinat
30x mehr Vitamin B1 als Kuhmilch
11x mehr Calcium als Rohmilch
5x mehr Magnesium als Bananen
(Quelle: Fa. A. Vogel)